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Managerstudie ist klares Warnsignal vor Schwarz-Blau

Hebenstreit: Mehrheit der Niedrig- und Durchschnittsverdiener hat von einer Regierungskonstellation aus ÖVP und FPÖ nichts Gutes zu erwarten

Die Ergebnisse einer jüngst unter 314 Managern durchgeführten Studie lassen klare Präferenzen der Entscheidungsträger für eine schwarz-blaue Regierungskoalition erkennen. Von 24 Prozent wird am ehesten eine Lösungskompetenz von Schwarz-Blau erwartet. Das wäre ein wahrer Albtraum für ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen. Für BezieherInnen von Niedrig-und Durchschnittseinkommen sind die in der Studie geäußerten Managererwartungen an Schwarz-Blau ein klares Warnsignal vor einer neuerlichen politischen Zusammenarbeit von ÖVP und FPÖ auf Bundesebene“, stellt FSG vida-Gewerkschafter, vida-Vorsitzender Roman Hebenstreit, fest.

Nach Ansicht der Fraktion sozialdemokratischer GewerkschafterInnen in der Gewerkschaft vida (FSG vida) würden die Manager in der vom Wirtschaftsforum der Führungskräfte (WdF) durchgeführten Umfrage die Situation im Falle einer schwarz-blauen Koalition durchaus richtig einschätzen und ihre Präferenzen auch dementsprechend ausrichten: Die große Mehrheit der befragten Manager erwarte sich u.a. von einer ÖVP-FPÖ-Regierung auch ein Pensionseintrittsalter von 67 Jahren bzw. eine Anpassung des Pensionseintritts an die steigende Lebenserwartung, keine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich, eine weitere Flexibilisierung der Arbeitszeiten sowie Einsparungen im Gesundheitswesen.

„Bei einer Neuauflage einer schwarz-blauen Koalition wie in den Jahren von 2000 bis 2006 drohen den österreichischen ArbeitnehmerInnen zudem erneut Lohn- und Sozialdumping, Privatisierungen öffentlichen Eigentums, Steuergeschenke für Millionäre, für die die Allgemeinheit zahlen muss, eine Aufweichung des ArbeitnehmerInnenschutzes sowie die Zerschlagung der Arbeiterkammern und der Sozialpartnerschaft“, warnt Hebenstreit vor einem „neuen schwarz-blauen Raubzug an ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen“.

FSG-vida-Forderungen für ArbeitnehmerInnen wie 1.700 Euro Mndestlohn, Arbeitsplatzsicherung- und Schaffung, Investitionen in öffentlichen Verkehr und Infrastruktur, Bestbieterprinzip und Beibehaltung der Direktvergabemöglichkeit bei der öffentlichen Auftragsvergabe, Steuergerechtigkeit, beste Bildung und Ausbildung sowie sichere Pensionen würden ohne Regierungsbeteiligung der SPÖ wohl in weite Ferne rücken, befürchtet Hebenstreit. Auch die positiven Effekte des aktuell guten heimischen Wirtschaftswachstums in Höhe von 2,8 Prozent würden unter Schwarz-Blau nicht in den Brieftaschen jener, die das dringend brauchen, ankommen. „Deshalb werden wir nicht zulassen, dass die ArbeitnehmerInnen zu kurz kommen und unser Land weiter krankgejammert wird“, bekräftigt FSG vida-Gewerkschafter Hebenstreit.

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